Informationsschreiben für einen bewussten Umgang mit digitalen Medien

Sehr geehrte Eltern,

ich möchte Sie auf dieser Seite über die möglichen Gefahren der Nutzung von digitalen Medien durch Kinder und Jugendliche informieren. Zudem möchte ich Ihnen einige hilfreiche Internetseiten an die Hand geben, welche zu einem altersgemäßen Medienumgang beitragen können.

Mir ist bewusst, dass die meisten Kinder an einer Grundschule noch kein Smartphone besitzen. Das ist auch gut so! Trotzdem gab es in der Vergangenheit auch an unserer Schule bereits entsprechende Situationen im Rahmen der unten aufgeführten Gefahren. Die Liste der Gefahren wirkt sehr umfangreich und unüberschaubar. Bekommen Sie daher keinen Schrecken.

Eltern sollten die Rahmenbedingungen für die Mediennutzung setzen und diese auch überprüfen. Informieren Sie sich über die Thematiken und sprechen sie mit Ihren Kindern. Der offene Dialog zwischen Ihnen und Ihren Kindern ist die beste Basis für einen gesunden Umgang mit den modernen digitalen Medien. Lassen Sie sich die Inhalte der Medien Ihrer Kinder zwischendurch zeigen. Sie üben auch eine Kontrollfunktion aus. Ein grundsätzliches Verbot der Medien ist nicht hilfreich. Die Wegnahme des Smartphones würde die Hemmschwelle für ihr Kind erhöhen, sich bei den unten aufgeführten Gefahren und Situationen an Sie zu wenden. Kinder und Jugendliche sollten zudem auf die Mediennutzung vorbereitet werden. Ein reines Verbot würde das verhindern.

Ich wünsche Ihnen beim Studieren der Internetseiten viel Spaß und Erfolg! Wenn es Unsicherheiten bezüglich Ihrer Maßnahmen geben sollte, wie Sie Ihre Kinder schützen können, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Lars Golfels

Mögliche Gefahren der modernen digitalen Medien:

  • zu früher und zu hoher Smartphone/Medien-Konsum (mögliche Folgen: Schlafstörungen, Mediensucht, Konzentrationsschwierigkeiten, motorische Defizite). Kinder unter 10 Jahren benötigen kein eigenes Smartphone. Setzen sie entsprechende zeitliche Beschränkungen für die Nutzung.

  • frei verfügbare und nicht altersgemäße Videos mit Gewaltdarstellung und pornografischen Inhalten können von Kindern nicht verstanden und verarbeitet werden. Dies kann negative Folgen für die Entwicklung Ihres Kindes haben. (Youtube, kostenlose pornografische Videoplattformen, …)

  • Videospiele mit Gewaltdarstellung (achten Sie auf die USK-Siegel / Altersfreigabe à ab 0-, 6-, 12-, 16- und ab 18- Jahren)

  • Mobbing im Internet (auf Whatsapp, Telegram, …) wird häufig aus Scham vor den Eltern geheim gehalten
  • Hassbotschaften und (Audio-)Drohungen als Kettenbriefe in Whatsapp und co.
    --> wird oft vor Eltern geheim gehalten
  • Unbekannte Chat-Partner können sich als jemand anderes ausgeben. So könnte eine erwachsene Person den Kontakt zu minderjährigen Menschen suchen. Klären sie ihr Kind darüber auf.
  • sexualisierte Selbstdarstellung von Kindern und Jugendlichen in sozialen Netzwerken (Tik-Tok, Instagram, Snapchat, …)
  • oberflächige Wertevermittlung durch Selbstdarstellung in sozialen Medien
  • verfälschtes Selbstbild als mögliche Folge
  • Abo-Fallen, unbewusste In-App-Käufe und erste Berührungen mit Wett- und Glücksspiel (Spielsucht)
  • Hass-Kommentare, Fakenews und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    Rassismus, Feindlichkeit gegenüber homosexuellen Menschen und anderen Minderheiten
  • Foren zur Förderung von Essstörungen und Selbstverletzung („Wie verletze ich mich richtig?“ „Wie kann ich abnehmen damit ich endlich schön bin?“)
  • Kettenbriefe sollten grundsätzlich nicht verbreitet werden. Links in diesen Briefen beinhalten oft Schad-Software

Sehr zu empfehlende Internetseiten zu den oben genannten Themen:

www.klicksafe.de (!!!)

www.schau-hin.info

www.medien-sicher.de

Weitere Informationen zu spezifischen Themen im Rahmen der Medien-Sicherheit:

www.mobilsicher.de

www.polizei-beratung.de

www.lehrer-online.de

www.jugendschutz.net

www.irights.info